Ort
Festivalgelände Bildein
Florianigasse 1
Bildein
Datum und Beginn
Freitag, 20. Juli 2007
Beginn: 21:00 Uhr
Eintrittspreise
leider noch keine Infos vorhanden
Flyer
Freitag, 20. Juli 2007
Mondschein-Kino
Der Überfall, The Rocky Horror Picture Show, Bellum Et Pax (Kurzfilm)
Achtung: bei Schlechtwetter finden die Vorfuehrungen im Stadl Bildein statt!
Unterm Sternenhimmel großes Kino genießen – das kann man diesen Sommer in Bildein. Der KuKuK organisiert erstmals ein Open-Air-Kino.
An vier Freitag-Abenden im Juni und Juli gibt es einige Schmankerl der österreichischen Filmgeschichte zu bewundern. Da ist von Helmut Qualtinger bis Andreas Vitásek alles dabei! Auf Großleinwand mit leistungsstarker Projektionstechnologie und entsprechendem Sound. Ausklingen werden die (hoffentlich) lauen Sommerabende mit internationalen Musikfilmen.
Auch kulinarisch werden die Besucher verwöhnt: Es gibt Gegrilltes vom Dorfwirt, edle Tröpferl vom Weinarchiv, für Naschkatzen Kaffee, Kuchen und Popcorn vom Konditor oder den Mondscheinkino-Cocktail von der Schirmbar.
Die Zeiten der faden Fernsehabende zu Hause sind also vorbei – Film-Anschauen wird jetzt zur urgemütlichen Party!
Das Programm im Detail:
„Der Überfall“
Andreas (Roland Düringer) ist arbeitslos, geschieden und mit den Nerven am Ende. Mit den Alimenten ist er im Rückstand, und er hat kein Geld, seinem Sohn ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. In seiner Verzweiflung plant er, einen Supermarkt zu überfallen. Noch bevor er seine Waffe zieht, übermannt ihn die Panik und er flieht in eine kleine Schneiderei im Nebenhaus. Er bedroht den Schneider (Joachim Bißmeier) und einen zufällig anwesenden Kunden (Josef Hader), durchsucht das Geschäftslokal nach Bargeld und sitzt plötzlich fest. Denn der Häuserblock wird von der Polizei umstellt- der Supermarkt wurde inzwischen tatsächlich überfallen. Andreas fällt sehr schnell aus der Rolle des abgebrühten Verbrechers und offenbart sich seinen Opfern in seiner ganzen Hilflosigkeit. Auf engstem Raum und unter extremen Umständen durchlaufen die drei Männer die ganze Bandbreite menschlichen Verhaltens: ständig schwankend zwischen Mitteilungsbedürfnis und Schweigsamkeit, Brutalität und Mitgefühl, offener Aggression und versteckter Gemeinheit entwickeln sie eine Freund- Feindschaft von ungewöhnlicher Intensität... Ein Film von Florian Flicker.
„The Rocky Horror Picture Show“
Falls Sie ein satirisches Science Fiction Musical über einen außerirdischen Transvestiten namens Frank'n'Furter, der den perfekten Menschen erschaffen will, während er sexuelle Spielchen mit seinen jungfräulichen Besuchern spielt, als interessante Grundlage für einen Filmstoff betrachten, haben Sie an diesem Film sicher ihre helle Freude. Nicht nur dass Rocky Horror Picture Show all das und noch mehr liefert - erstaunlicherweise besteht die Besetzung zudem unter anderen aus Susan Sarandon und Barry Bostwick (die zurückhaltende Janet und der stockkonservative Brad verfahren sich in einem Sturm und sitzen sodann in Frank'n'Furters Herrenhaus fest), Meat Loaf (als der rebellische Eddie), Charles Gray (als Kriminologe und Erzähler) und – natürlich - der unvergleichliche Tim Curry als der "süße Transvestit aus Transsexuell, Transsylvanien". Bei seinem Kinostart im Jahre 1975 erwies sich der Film als erstaunlicher Reinfall. Aber ein paar Anhänger brachten ein Kino in New York dazu, den Film immer um Mitternacht zu spielen, was die Grundlage für einen der ultimativsten Kultfilme aller Zeiten darstellte. Die Songs machen einen süchtig (versuchen Sie einmal, "The Time Warp" oder "Toucha Toucha Touch Me" aus dem Ohr zu bekommen), die obszönen Anspielungen sind amüsant und die Handlung ist zutiefst lächerlich - in anderen Worten: dieser Film macht einfach einen Riesenspaß. Ein Nachteil ist jedoch, dass ein Großteil der guten Laune von der Beteiligung des Publikums abhängt, was bei der Videoversion natürlich fehlt (Kinozuschauer sprechen den Text mit und benutzen verschiedene Requisiten -- sie halten zum Beispiel während des Sturms Zeitungen über ihre Köpfe und schießen mit Wasserpistolen oder werfen während der Hochzeitsszene mit Reis). Wenn man sich einfach nur den Film anschaut, verliert Rocky Horror Picture Show einen Großteil seines Charmes. Dennoch ist dieser Film für jene der Bringer, die schon mal für ihren Kinoauftritt das Synchronsprechen üben oder zuhause ein paar Leute um den Fernseher versammeln wollen, um ein wenig guten, alten, durch geknallten Spaß zu haben.
"Bellum Et Pax" (Kurzfilm)
Der Titel des 6-Minüters erinnert ein wenig an Lateinunterricht. Und tatsächlich hat er damit etwas zu tun. Die Südburgenländerinnen Anna Egermann, Brigitte Laczko, Helene Muhr und Eva-Maria Ranftl beschäftigten sich am BORG Güssing für kurze Zeit mit dem Thema KRIEG UND FRIEDEN. Gedreht wurde, was Kreativität und Spontanität an einem einzigen Nachmittag zuließen, danach ein wenig Schnitt und fertig war er. „Schauspielerische Höchstleistungen kann man natürlich keine beobachten“, meinen ein wenig (zu) selbstkritisch die Jung-Regisseure - jedenfalls bringt der charmante Kurzfilm einen zum Schmunzeln. Man merkt eben, was für einen Spaß die Mädels an der Sache gehabt haben.